Sehr geehrte Susanne van der Linde (oder Mailroboter),
ich danke Ihnen für Ihre mehr oder minder (eher minder) deutliche Offenheit mit der Sie mich davon abhalten möchten Kunde bei Ihnen zu bleiben. Letzter Versuch bei Ihnen ein Guthabenkonto zu eröffnen war der dritte.
Der erste wurde mit Hinweis auf offene Forderungen seitens meines Gechäftspartners nachvollziehbar vereitelt, es handelte sich um ein Geschäftskonto.
Der zweite Versuch wurde knapp ein halbes Jahr danach mit derselben Argumentation abgeschmettert, was in Anbetracht der bereits getilgten und anwaltschaftlich geklärten Forderungen entweder reine Schlampigkeit Ihrerseits war oder der (sicherlich bis zu einem gewissen Maße) gelungene Versuch mich wie einen Idioten zu behandeln. Es sei angemerkt, dass Sie in der Bringschuld standen (wie in Ihrem Schreiben selbst formuliert und unterschrieben - maschinell selbstverständlich) mir die offenen Posten darzulegen. Da ich zur eher nachsichtigen Spezies Mensch gehöre und ich jedem Unternehmen eine gewisse Bearbeitungszeit zuspreche (wir sind ja keine Roboter, oder doch?) hatte ich mich letzte Woche dazu entschloßen nach einer 3-monatigen Wartezeit (Nachsicht oder Dummheit meinerseits? Eher ein bißchen von beidem) nachzufragen.
Am Schalter konnte man mir keine Auskunft geben (o Servicehölle Deutschland), sodaß mir geraten wurde ein weiteres Mal, Sisyphos gleich (oder eher Tantalus?), ein neues Konto zu beantragen. Versuch Nummero drei.
Dieser wird jetzt abgewiesen mit dem Hinweis, ein wiederum anderes altes Girokonto von mir, welches ebenfalls gekündigt wurde, wäre zum Zeitpunkt der Kündigung (meinerseits wohlbemerkt) gepfändet gewesen. Hat sich jetzt, davon mal abgesehen, dass Ihre Aussage absolut unwahr ist und dilettantistisch schlecht recherchiert wurde (oder die Datenbank von einem schlecht geschulten, oder gelangweilten oder unterbezahlten bzw. - belichteten Mitarbeiter damals falsch oder gar nicht aktualisiert wurde), also hat sich jetzt die Geschichte mit dem Geschäftskonto hiermit erledigt? Eine Antwort wäre mir nicht ungelegen.
Ich gebe mich aber mitnichten der Hoffnung hin weitere Ausführungen Ihrerseits zu diesem Fall zu erlangen, da ich weiss, dass Sie es sicher nicht bis hierher durchgehalten haben, da Ihre Arbeitszeit kostbar ist und mit einem derartigen Pamphlet wie meinem nicht unnötig belastet werden will, besonders da es sich bei mir um eine persona non grata handelt.
Aber, liebes Mailprogramm (oder sind Sie es doch Frau van der Linde vom Team Kundenbetreuung?), Sie werden sicher die anfängliche Frustration meinerseits nachvollziehen können, da der Kontowechsel alleinig daraus resultierte, dass ich das gemeinschaftliche, jetzt noch aktuelle Gemeinschaftskonto aus dem Grund auflösen wollte, daß Ihre Firma sich erdreistete ein Privatkonto kurzerhand in ein Geschäftskonto umzuwandeln. Dem ging kein Hinweis voraus, weder auf postalischem Wege (vielleicht von Ihnen Frau van der Linde(?),( hallo, noch am Lesen?), noch auf elektronischem Wege, sodaß meine monatlichen Kontoführungskosten knapp verdreifacht wurden. (Am Schalter besaß man noch die Dreistigkeit mir vorzulügen wir hätten von Anfang an ein Geschäftskonto beantragt gehabt, was einfach nur grotesk ist...)
Aber wie gesagt, Frau van der Linde oder lieber Mailbot, die Frustration war nur anfangs, denn mittlerweile bin ich geradezu erleichtert nicht länger Teil Ihres traurigen Unternehmens zu sein, denn mein Konto wird nächste Woche von unserer Seite her gekündigt werden (was Ihnen sicherlich schlichtweg scheißegal sein wird, ich weiß). Ich fühle mich befreit davon vielleicht eines Tages einen Dispokredit von Ihrer Seite abgeschmettert zu bekommen, vielleicht mit der fauligen Ausrede (vielleicht auch wieder von Ihnen Frau van der Linde, wer weiß, man sieht sich ja bekanntlich zweimal im Leben, bei Ihnen war es das dubiose Glück mindestens dreimal virtuell miteinander zu tun gehabt zu haben) ich sei mit einer unbezahlten Hypothek (Villa in Starnberg, beste Lage am See?) belastet? Mich würde es nicht wundern.
Nochmals, also, Frau van der Linde oder lieber Teamassi, vielen herzlichen Dank für Ihre Offenheit.
Ich verbleibe mit einem freundlichen Götz von Berlichingen,
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Freitag, 8. August 2008
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